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Moderne Flugzeuge verbrauchen etwa 3 Liter Kerosin pro Passagier auf 100 km. Berücksichtigt man die schädliche Wirkung der erzeugten Kondensstreifen in hohen Luftschichten erhöht sich der klimarelevante Äquivalenzwert um den Faktor 2,7. Damit liegt der rechnerisch zu berücksichtigende Vergleichswert zu anderen Transportmitteln bei 8,1 Litern Kerosin pro Passagier auf 100 km. Im Gegensatz zu stets vollbesetzten Flugzeugen fahren Züge aber nicht selten halbleer und auch im PKW sitzt oft nur der Fahrer. Zudem wird von den Umweltverbänden regelmäßig unterschlagen das der Flugverkehr nur wenig Infrastruktur benötigt. Ein Flughafen - und sei er noch so groß - nimmt nun mal nur einen Bruchteil der Flächen des Straßen- und Schienennetzes ein. Für einen fairen Vergleich nach der ISO 14044 müßte auch der gesamte infrastrukturelle Personalaufwand hinzugezogen werden, denn genauer betrachet zählt in der Klimabilanz auch jeder beschäftige Straßenbauer, Verkehrspolizist und VW-Arbeiter in Wolfsburg oder Shanghai. Nur ist es nahezu unmöglich, diese weit verästelten Verbrauchsketten bis zum Ende aufzudröseln. Ein weiterer Faktor beim ökobilanzierenden Vergleich der Transportmittel wäre die Reisedauer pro zurückgelegter Gesamtstrecke. Auch hier hat das Flugzeug - insbesondere bei großen Entfermungen - deutliche Vorteile, denn es entfallen gewissermaßen indirekte "CO2-Nebenkosten" für unumgängliche Übernachtungen und Verpflegung.

Trotzdem betreibt die Umweltorganisation "atmosfair" einen verlogenen Ablaßhandel mit dem schlechten Gewissen der verunsicherten Flugreisenden …


-> Bahnfahren ist nicht so klimafreundlich wie gedacht
-> Laster der Tugend
-> Schiffe verpesten Luft mehr als Flugzeuge


Den wenigsten "Energiesparhaus"-Besitzern ist bewusst welchen ökologischen "Schaden" sie mit ihrem Häuschen am Stadtrand anrichten: 40 Prozent des Treibhauseffekts und des weltweiten Energieverbrauchs sind laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen auf Gebäude zurückzuführen. (-> Quelle)




Rund 50 Prozent aller Abfälle - u.a. Bauschutt - stammen aus dem Baubereich. In seiner durchschnittlichen 80-jährigen Nutzungsdauer (das ist der Wert, den Banken und Versicherungen für ihre Kalkulation berücksichtigen) - benötigt z.B. ein Einfamilienhaus für die Errichtung nur ein Viertel der am Ende tatsächlich anfallenden Gesamtkosten - die Summe für Betrieb und laufende Renovierungen beläuft sich hingegen auf 70 bis 80 Prozent ! (Dies ist allerdings nur eine grobe Schätzung, die auf einer moderaten jährlichen Energiepreissteigerung von 2 Prozent basiert und zudem individuell stark differiert)

In einem Beispiel würde also ein Haus das im Jahr 2010 für 300.000 Euro errichtet wird und das im Jahr 2090 abbruchreif ist - insgesamt 1,2 Millionen Euro an Gesamtkosten verursacht haben. Die Grundannahmen für eine Lebenszyklusanalyse (siehe auch: LCA – Life Cycle Assessment und ISO 14044 ) sind natürlich recht vage, denn sie können für einen Zeitraum von 80 Jahren keine gesellschaftlichen Umwälzungen und keine Umwelt-, Wirtschafts- und Währungskrisen (Inflation / Deflation) berücksichtigen Andererseits täuschen sich viele Bauherren gewaltig, wenn sie glauben, beim Erwerb durch vermeintlich "kostenoptimierende" Konstruktionen und Grundrisse mal eben schnell 20.000 Euro "sparen" zu können. Die reinen Erwerbskosten spielen langfristig betrachtet nur eine untergeordnete Rolle.


Fazit:

Wer mit seiner Familie in einen sanierten 60er-Jahre-Plattenbau lebt verhält sich ökologisch korrekter als jeder mit seinem Solarkollektor herumprotzende Ökohausbesitzer am Stadtrand. Für seinen Verzicht auf Garten und architektonische Raffinessen dürfte er dann - um seine persönliche Ökobilanz anzugleichen - gern 50 mal mit dem Flieger auf die Seychellen jetten ...;)