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Deine Kinder sind nicht Deine Kinder, sie sind Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch Dich, aber nicht von Dir und obwohl sie bei Dir sind, gehören sie Dir nicht.
Du kannst ihnen Deine Liebe geben, aber nicht Deinen Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken,
Du kannst ihrem Körper ein Heim geben, aber nicht ihrer Seele, denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das Du nicht besuchen kannst, nicht einmal in Deinen Träumen.
Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, aber suche nicht, sie Dir gleich zu machen, denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht beim Gestern.
Du bist der Bogen, von dem deine Kinder als lebendige Pfeile ausgeschickt werden.
Lass Deine Bogenrundungen in der Hand des Schützen Freude bedeuten.

Kahil Gibran


Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie die Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.


Astrid Lindgren


Durch Umgang mit Kindern gesundet die Seele.


Fjodor M. Dostojewski


Das Problem unserer Kinder ist, dass sie ihre Eltern erst in einem Alter bekommen, in dem es kaum noch Hoffnung gibt, sie noch ändern zu können.


Ein Mensch, der sich gegen Kinder entscheidet, wendet sich auch dagegen, Enkelkinder aufwachsen zu sehen. Sein Lebensabend wird eine beängstigend stille Zeit sein, ohne ein Kinderlachen oder -weinen, ohne lebendige Impulse. Es wird in vielen Fällen eine Zeit des schmerzvollen Nachdenkens und der tiefen Reue werden.

Eva Herman - siehe auch: Die Wahrheit und ihr Preis - und: Sünderin sowieso


Die Gene sind nicht an allem schuld: Die Umwelt, also auch die Erziehung, entscheidet, welche Anlagen sich entfalten. Die frühkindliche Prägung wiederum hinterlässt Spuren im menschlichen Erbgut. (…) Lange galt als ausgemacht, dass die Intelligenzunterschiede zwischen Menschen zu 80 Prozent auf Erbanlagen zurückzuführen sind. Mittlerweile geht die Forschung von maximal 50 Prozent fixem Gen-Beitrag aus - was einen ansehnlichen Spielraum für Eltern, Kindergärtner und Lehrer eröffnet.

mehr dazu hier: Jan Friedmann - Schalter für Stress


Cho Sang Hee aus Südkorea, 15, ist in der neunten Klasse. Freizeit hat sie kaum. Gegen sieben Uhr steht Sang Hee auf, rund eine Stunde später sitzt sie auf der Schulbank. Bis nachmittags 15 oder 16 Uhr. Zweimal die Woche besucht sie ein privates Nachhilfeinstitut zum Englischlernen, Hakwon werden diese Bildungsfabriken in Korea genannt, mehr als 70.000 gibt es davon. Rund die Hälfte bereitet für den Sprung in die nächsthöhere Schulform oder auf die Universität vor. "Wenn ich um 22 Uhr aus dem Hakwon komme, dann mache ich zu Hause meist noch Hausaufgaben", erzählt Sang Hee von ihrem Tag. Auch sonntags geht sie zum Nachhilfeinstitut. Von 15 bis 16 Uhr steht Textverständnis, Nonsul, auf dem Stundenplan. An den anderen Tagen hat Cho Sang Hee privat Nachhilfeunterricht in Mathematik.

Malte E. Kollenberg: Lernen heißt Leiden


In der zehnten Klasse der 8.Sekundarschule in Berlin-Schöneberg ist die Stimmung gut. Gut heißt, dass die deutschen und die arabischen Mädchen hier nicht aufeinander losgehen, so hatte es die Klassenlehrerin beschrieben. (…) Laut Notfall-Plan des Berliner Senats zur Vorbeugung von Gewalt entspricht das Beleidigen von Lehrern, Sachbeschädigung und Anpöbelei Gefährdungsstufe 1. „Du Opfer, du Missgeburt, du bist hässlich!“ sind Ausdrücke, die im Minutentakt fallen in der Klasse – und zwar sowohl Schülern als auch Lehrern gegenüber. Morddrohung, sexuelle Übergriffe, Mobbing und Erpressung gehören zur Gefährdungsstufe 2, gefolgt von Geiselnahme, Amoklauf, Totschlag und Schusswaffengebrauch: Stufe 3. Auf die potenziell drohenden Gefahren zu achten und Vorbeugung zu leisten liegt in der Verantwortung der Schule.

Freia Peters: So chaotisch geht es an deutschen Schulen zu


Mit einem Erziehungstagebuch hat Amy Chua, amerikanische Juraprofessorin und Tochter chinesischer Einwanderer eine hitzige Debatte über Kindererziehung ausgelöst. - Frage: Frau Chua, Ihre Töchter Sophia und Louisa durften nie bei Freunden übernachten, nie Freunde mit nach Hause bringen und sich nie ihre Hobbys selbst aussuchen. Werden Sie von Ihren Kindern gehasst?

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Geben Schwangere emotionale Erfahrungen ans ungeborene Kind weiter? Eine Studie zeigt: Die Genaktivität bei Teenagern ist verändert, wenn die Mutter in der Schwangerschaft Opfer häuslicher Gewalt wurde. Die früh erlebte Bedrohung könnte das Verhalten des Nachwuchses ein Leben lang beeinflussen.

Epigenetik: Misshandelte Mütter bekommen ängstliche Kinder

China steht damit vor einem neuen Problem: Während Fabrikbesitzer heute klagen, dass sie nicht mehr genügend willige und billige Arbeiter finden, gebiert der kollektive Traum vom Wohlstand jedes Jahr Massen junger Akademiker, die es zur Arbeitssuche in die großen Städte zieht. Sie überleben mit schlechtbezahlten Jobs und schlafen am Stadtrand in schäbigen Unterkünften, weil die Kosten für Wohnraum so hoch sind. Chinas Soziologen vergleichen sie mit einem "Ameisenstamm": intelligent, hart arbeitend, in Kolonien lebend. Mehr als eine Million dieser "Ameisenmenschen" gibt es heute. Sie erinnern die Gesellschaft und die Regierung daran, dass das alte Versprechen nicht mehr gilt: Bildung als Schlüssel für ein gutes Leben. Die Ameisenmenschen sind der Beweis dafür, dass man sich in China 25 Jahre quälen kann, von Prüfung zu Prüfung, um am Ende wie ein Wanderarbeiter zu hausen.

Sandra Schulz: Im Innern glüht der Ehrgeiz


Spätere Generationen werden feststellen, dass wir uns in einigen Fragen furchtbar dumm verhalten haben. Eine davon könnte der Umgang mit kleinen Kindern sein. Wir verstehen Frühförderung falsch, ziehen oft nur die Schule nach vorn. Sie können einen Dreijährigen dazu bringen, zu lesen oder gotische Kathedralen zu zeichnen. Die Frage ist nur, was dabei auf der Strecke bleibt. Hier wird nicht das Gehirn optimiert, sondern das Leben eines Menschen geprägt.

Michael Madeja


Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.

Johann Wolfgang von Goethe


Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.

Afrikanisches Sprichwort


The brain runs on fun !

Amerikanisches Sprichwort


Dekadenz ist ein Synonym für innere Leere


Vielleicht sind wir nicht mehr so sinnbedürftig wie frühere Generationen und haben uns daran gewöhnt, dass Sinn, wenn überhaupt, nur in kleiner Münze zu haben ist. Wir tragen unsere Sinnüberzeugungen auch nicht mehr vor uns her wie noch die Menschen aus Epochen, in denen eine solide Weltanschauung (oder eine Privatmetaphysik) zur Grundausstattung bürgerlichen Lebens gehörte und man zu den „letzten Dingen“ eine festgefügte Meinung hatte: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was soll das alles? Im Zeitalter der Cafeteriareligion halten wir solche Fragen offen. Sinn wird zur Modefrage, wir goutieren mal dies, mal jenes: eine Prise Reinkarnationsglaube, ein Quantum darwinistischer oder atheistischer Nüchternheit, bei Beerdigungen auch gerne mal den Gedanken: „Schön, wenn da was dran wäre, worüber der Pfarrer grad spricht.“

Heiko Ernst


Nahezu alle großen Philosophen waren unverheiratet und fast alle radikalen Frauenrechtlerinnen haben keine eigenen Kinder.


Jeden Tag steht man vor der deprimierenden Aufgabe, Menschen auszuhalten, deren subjektiv konstruierte Wirklichlickeit einzig aus den konsumgesteuerten Surrogatwelten der Massenmedien zusammengeklaubt ist.


Liest man tatsächlich mal mehr als 50 Leserkommentare zu einem x-beliebigen Thema auf SPIEGEL-ONLINE erkennt man, das ein Drittel der Menschen Idioten sind.


Sie sind sauber, sie sind leise - und sie taugen nicht für lange Strecken: Bei der Reichweite sind Elektroautos herkömmlichen Fahrzeugen bislang unterlegen. Die Firma Better Place will das Problem durch automatisierte Akku-Austauschstationen lösen. Der erste Prototyp wurde jetzt vorgestellt.

http://www.betterplace.com/
http://www.ted.com/talks/shai_agassi_on_electric_cars.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Better_Place
http://www.spiegel.de/flash/0,,25041,00.html


47.000 Produkte führt ein durchschnittlicher amerikanischer Supermarkt
. Das Angebot scheint grenzenlos. Doch betrachtet man die augenscheinliche Vielfalt genauer, zeichnen dafür nur eine Handvoll Firmen verantwortlich. (…) Wenige große Konzerne beherrschen den Markt. Beispiel Fleisch: Gab es 1970 noch tausende von Schlachthöfen in den USA, gibt es heute gerade noch 13. Hühner werden heute in der Hälfte der Zeit wie vor 50 Jahren doppelt so schwer. Dabei nehmen sie so schnell zu, dass die Knochen die Fleischmassen nicht tragen können und die Tiere alle paar Schritte umkippen. Hühnerhalter werden durch hohe Kredite abhängig von den großen Fleischkonzernen. Wer die Tiere nicht nach deren Vorgaben hält, nämlich in riesigen Hallen ohne Tageslicht, oder wer Filmteams auf seine Anlage lässt, dem wird der Vertrag gekündigt. Die gleichen Zustände herrschen auf dem Saatgutmarkt. 90 Prozent aller Sojabohnen in den USA enthalten Gene, auf die Monsanto ein Patent hat. Ehemalige Monsanto-Mitarbeiter, die in die Politik gewechselt sind, waren federführend an der Entscheidung beteiligt, gentechnisch veränderte Produkte nicht zu kennzeichnen. Mit dem Ergebnis, dass heute 70 Prozent aller verarbeiteten Produkte in einem amerikanischen Supermarkt gentechnisch veränderte Zutaten enthalten.

Food, Inc. - Was essen wir wirklich?


Die Bibel, das FDP-Parteibuch und McKinsey-Studien haben eines gemeinsam:
Sie waren die ersten Texte, die der Web-Entwickler Bernd Wurm aus Frankfurt am Main systematisch nach heißer Luft untersucht hat. Die meisten Worthülsen enthielten demnach die Studien von McKinsey, am besten schnitt die Bibel ab. Wurm möchte die wohlklingenden Worte von Unternehmen, Werbeagenturen und Politikern, hinter denen oft wenig Substanz steckt, entlarven. Um diese hohlen Phrasen aufzudecken, hat er die Internetseite "BlaBlaMeter“ entwickelt. Seit Jahren schwirrte die Idee dazu in seinem Kopf herum. In weniger als einem Monat hatte der Web-Entwickler die Seite zusammengebastelt. Seit Februar kann jedermann die Internetseite nutzen. Wer die Pressemitteilung eines Automobilunternehmens beim "BlaBlaMeter“ testet, bekommt ein klares Urteil angezeigt: "Sie müssen PR-Profi, Politiker, Unternehmensberater oder Universitätsprofessor sein! Sollten Sie eine echte Botschaft transportieren wollen, so erscheint es fraglich, ob diese Ihre Leser auch erreicht.“

Andreas Maisch: Bibel besser als FDP-Parteibuch

BlaBlaMeter - wie viel Bullshit steckt in Ihrem Text?


Erstaunlich präzise lässt sich inzwischen rekonstruieren, wie vor mehr als 13 Milliarden Jahren aus dem brodelnden Brei des Urknalls erst Wasserstoff und Helium, dann Sterne und Galaxien hervorgingen;
wie vor gut vier Milliarden Jahren ein heißer Glutball erkaltete und so zum Planeten Erde wurde; wie das Wechselspiel von Mutation und Selektion aus einfachen Bakterien erst Quallen und Würmer, dann Fische, Amphibien und schließlich Säugetiere bis hin zu den Primaten werden ließ; wie dann vor wohl etwa 200.000 Jahren der erste Homo sapiens geboren wurde. (…) Als Kopernikus, Galileo und Kepler die moderne Wissenschaft aus der Taufe hoben, da galt noch als ausgemacht: Die Fallgesetze und die Planetenbahnen mögen sich den Gesetzen der Mathematik fügen. Wer sich aber für das Rätsel der Schöpfung interessiert, der muss dafür die einzige Quelle heranziehen, die darüber verlässlich Auskunft gibt: die Bibel. So mutete es seinerzeit keineswegs befremdlich an, als der irische Bischof James Ussher im Jahre 1650 verkündete, nach gründlichem Studium des Alten Testaments könne er nun genau errechnen, wann Gott sein Schöpfungswerk begonnen habe: Es war demnach der Vorabend des 23. Oktober 4004 vor Christus, als Gott Himmel und Erde schuf. Selbst Isaac Newton, die große Lichtgestalt der Wissenschaft, kam zu ähnlichen Ergebnissen, als er am Ende seines Lebens eine Weltbiografie verfasste. Zweifel am göttlichen Schöpfungsplan hegte der Begründer der Himmelsmechanik nicht. (...) Der Zeitraum, der für die Entstehung der Welt zur Verfügung stand, war (...) lang, aber endlich.
Die Ewigkeit in der Naturgeschichte bleibt bis auf weiteres abgeschafft.

Johann Grolle: Das Ende der Ewigkeit