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Ich wage die Behauptung, das sich in Deutschland auch bei einer "ergebnisoffenen" Suche nach einem alternativen Standort zu Gorleben kein einziger Kubikmeter Platz für ein "sicheres" Endlager finden wird. Auf den Hinterhöfen deutscher Atomkraftwerke stapeln sich derweil immer mehr Fässer und Castor-Behälter, für die sich irgenwann vermutlich auch erlebnishungrige Dschihadisten interessieren werden. Im Jahr 2015 gelingt es der Regierung unter Bundeskanzler Jürgen Trittin endlich den ganzen Dreck wird an Rumänien zu verticken. Problem gelöst: Millionen mental verstrahlte Deutsche atmen auf, nur im atombefreiten Wendland herrscht der Katzenjammer, denn mit den revolutionsromantischen Herbstparties in Punxsutawney ist es nun wohl für immer vobei ... ;-)

- just my five cents ...


Gorleben im November 2010: Erik, Eike, Ole und Leon - alle kurz vor dem Abitur (!) - wollen den Castor-Transport aufhalten und robben sich durch den Wald um unbemerkt an die Bahnstrecke zu gelangen. "Ich habe wirklich Angst, dass ich etwas abkriege", sagt Erik und verweist auf das Vorgehen der Polizei im Konflikt um Stuttgart 21, "aber ich habe noch mehr Angst davor, dass ich später Leukämie kriege oder dass irgendwo ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt". Damit die vorbeizuckelnden Castorbehälter mit ihren 2,3 Mikrosievert Gammastrahlung den Wendlandbauern nicht die gute Stuben wärmen, wird das "Schottern" des Gleisbetts zum vorläufigen Kriegsziel erklärt. Rebecca Harms, 53, ausgebildete Landschaftsgärtnerin, "Jeanne d'Arc des Wendlands" und Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament ist davon überzeugt, das im Gartower Forst "ein großes Verbrechen" bevorstehe: "Wer Gorleben zum Endlager macht, der gefährdet damit das Leben und Wohlergehen von vielen Generationen" (> "Eins, zwei, drei, los !")


Heute, im Jahre 2010, ist das auf der Welt vorhandene nukleare Zerstörungspotenzial hunderttausendmal so groß wie das der Bombe, die die Amerikaner 1945 über Hiroshima abwarfen. (...) Der Atomwaffensperrvertrag, der 1970 in Kraft trat, hat die Ausbreitung von Atomwaffen zwar erheblich behindert, aber nicht ganz verhindert. Und diese Entwicklung kann weitergehen. Das ist die eine Sorge. Die andere Sorge ist, dass Atomwaffen in die Hände terroristischer Nichtregierungsorganisationen gelangen könnten. Zum Beispiel durch einen Putsch oder einen Kuhhandel: So wie man Heroin unter der Hand in riesigen Mengen handelt, kann man auch angereichertes Uran handeln.

Helmut Schmidt


Die atomare Bedrohung durch Terroristen und Nicht-Atommächte, die Kernwaffen in ihren Besitz bringen wollen, ist heute ernsthaft wie nie zuvor (...) Die Gefahr eines durchdachten globalen Atomkrieges ist alles andere als vorüber (Today, the danger of deliberate, global nuclear war has all but disappeared, but the nuclear threats we face from terrorists and non-nuclear states seeking to acquire such weapons are graver than ever. (...)

US-Vizepräsident Joe Biden im April 2010


In einem Kommentar der staatlich kontrollierten Zeitung "Minju Choson" hieß es, Nordkorea würde nötigenfalls auch vor einem Angriff mit Nuklearwaffen nicht zurückschrecken. Das Land verfüge über atomare Abschreckungskapazitäten, die ein "mächtiges Verteidigungsmittel zur Wahrung von Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in der angrenzenden Region" seien. "Sie werden zu einem Mittel erbarmungsloser Angriffe gegen solche, die unsere Souveränität auch nur leicht verletzen" (>
Nordkorea droht mit Atomkrieg)


Zwar gelten die Brennstoffe für Reaktoren als nicht waffenfähig. Doch haben zivile Technologien und Materialien schon oft heimlich ihren Weg in militärische Programme gefunden, etwa in Iran und Indien: Das friedliche System hat bedrohliche Löcher. Die Bemühungen der Branche, solche Lecks zu stopfen, stecken trotzdem noch in den Kinderschuhen. Grund: Die Industrie, die aus vielen internationalen Multis besteht, fürchtet Umsatzeinbußen und die Regulierungsknute. Da die meisten Raketenkomplexe mehrfach mit Sprengköpfen bestückt werden können, verfügen Moskaus Raketentruppen - etwa 70.000 Mann - über insgesamt etwa 1100 Sprengköpfe. >


Weltweit gibt es derzeit nach Erkenntnissen des Belfer Center an der Harvard University rund 1,6 Millionen Kilogramm hoch angereichertes Uran und knapp 227.000 Kilogramm waffenfähiges Plutonium. Die Menge reicht aus, um etwa 200.000 Nuklearwaffen zu bauen. Derzeit lagern in den Waffenarsenalen der Atommächte geschätzt mehr als 23.000 Atomsprengköpfe.

Siehe auch: Interview mit Josef Janning: "Eine Welt mit 25 Nuklearstaaten wäre brandgefährlich"


Auf der russischen Kola-Halbinsel in der Barentsee lagern große Mengen nuklearen Abfalls und alte, außer Dienst gestellte Schiffe und U-Boote des Militärs, letztere zum Teil noch mit ihrem nuklearen Brennstoff an Bord. Bisher konnte man das Ausmaß des Schreckens nur erahnen, obwohl das 50 km entfernte Nachbarland Norwegen wissenschaftliche Untersuchungen, Kartierungen und Beratertätigkeiten finanzierte. Nun wurde ein Geheimpapier der Rosatom, der obersten russischen Atombehörde, bekannt. Dieser Bericht zeigt, dass alles noch viel schlimmer ist als bisher befürchtet. Die Behälter mit dem Atommüll könnten nicht nur verrotten und das ganze Nordmeer verseuchen. Der Müll kann auch explodieren und einen Supergau auslösen. Grund: Die Atommüllbehälter werden von Salzwasser angegriffen. Das führt dazu, dass sich Uranpartikel lösen. Wenn die Menge der Partikel ein kritisches Niveau übersteigt, wird eine radioaktive Kettenreaktion ausgelöst.Nils Boehmer, Atomphysiker und Mitglied der norwegischen Umweltorganisation Bellona, ist entsetzt. Er warnt: "Im ,besten' Fall wird es eine kleine begrenzte Explosion geben. Es wird zu einer radioaktiven Kontaminierung im Umkreis von fünf Kilometern kommen. Im schlimmsten Fall wird das ganze Lager explodieren. Wir haben keine Ahnung, was das bedeuten wird. Aber ganz Nordeuropa dürfte davon betroffen sein ( > Quelle)


In der Bundesrepublik wurden ab Mitte der 60er Jahre etwa 700 geheime (!) Atombomben gelagert. (> Deutschlands geheimes Atomwaffenlager)